
Movie Review: Round 2
 Poor Boyz Productions |
 Rage Films |
Weiter mit Runde 2:
Pretty Good, RFP
Dass die ganz grossen Namen der Szene fehlen ist dem Filmchen nicht anzumerken: Nach einer Ode an des Mannes besten Stückes im Intro folgen 53 Minuten verdammt solides Skifahren!
In Sachen Eisenbearbeitung hat Hattori Hanzo Konkurrenz gekriegt. Diverse Rail-transfers und Rail-to-Rail 360er auf fiesen urbanen Handführen lassen sich durchaus mit der Kunst des japanischen Grossmeisters vergleichen. Ein wahres Kunstwerk sind auch die intensiven Farben im Park auf dem Stevens Pass, wo mit bis zu drei Umdrehungen über eine Box gejibbt wird. Und der Cutter betätigt sich ebenfalls als Künstler, indem er manche Szenen in der Split-Screen Technik einbaute.
Doch keine Angst, der Film mag nebst der alternativen-Künstler Szene auch diejenige der Freeskier zu befriedigen: Mächtige Pillow-Lines werden gefahren, Pulverschnee nachts im Scheinwerferlicht aufgewirbelt und auf Hinterland-Schanzen viele Tricks switch gestickt. Auf Big Mountain Lines wartet man vergeblich, dafür hüpft das Patriotenherz beim Anblick des Züritrams und der Appenzeller Autonummer kurz. Der Film beinhaltet nämlichen auch einen europäischen part. So werden auch noch Nico Zaceks Ritterspiele besucht, schade einfach, dass auf dieser monströsen Schneeburg nur immer der Hauptkicker gesprungen wird.
Im Abspann können sich Sadisten noch an einer ganzen Menge Purzelbäumen ergötzen. Und nebenbei: Alle, die sich mehr Girls in solchen Movies wünschen, sollten das Bonusmaterial checken: Da fahren sie zwar nicht Ski, sind aber trotzdem ganz nett anzuschauen...
Everyday is a Saturday, PBP
Tree Runs, Big Mountain, Urbans, Pillows, Jibs, BC- und Parkkicker: Die Poorboys Produktion ist äusserst vielseitig! Dane Tudor ist es ebenfalls und fährt zum Filmauftakt gleich die ganze oben erwähnte Palette. Und T-Hall liefert auch noch Pipe-Runs nach. Im Tannenwald muss sich die einstige Style-Ikone aber von der neuen Generation geschlagen geben, da lässt sein Stil etwas zu wünschen übrig. Was anderes: Habt ihr gewusst dass der Typ Dreadlocks trägt? Nun ja, das erklärt jedenfalls die Raggae-Rhytmen seines Parts.
Szenenwechsel: Die urbane Crew killt in zweieinhalb Minuten 18 verschiedene Rails. Das ist aber nicht der Filmhöhepunkt. Nein, der fetteste Teil folgt im Poorboys-Supepark. Innovative Obstacles im XXL-Format sind die Spielwiese dieser Session. Schon mal einen sw990° auf eine Box gesehen? Slides auf dem Tragseil der Sesselbahn? Ganz grosses Kino!
Tim Durtschi darf den Film beenden. Das macht Sinn, den nach seinem Part würden einige andere Fahrer blass erscheinen. Innovatives auf Baumstämmen und Doubleflips im Backcountry (sieben insgesamt...) sind dabei seine Handschrift. Ja, der Typ stellt sogar einen SwDub10 in den Pulverschnee. Ziemlich beeindruckend.
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