|
Pray4Snow 2009 - Railspektakel in Thundani schrieb am 23.11.2009 um 00:00 Uhr:
Die neunte Austragung des Pray4Snow brachte zwar noch keinen Schnee nach Thun, dafür aber geballte Rail-Action. Der Sieg in der Freeski Kategorie geht in diesem Jahr an Laurent de Martin, welcher den ganzen Tag über auf allen Rails eine bestechende Form zeigte. Der Freitag stand ganz im Zeichen von Freeski und Snowboard. Nicht weniger als 90 Fahrer hatten sich für den Schweizer traditions Event gemeldet. Aufgeteilt in Heats von jeweils 20 Fahrern, hatten die Rider in einem True Overall Jam die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen. True Overall? Dies bedeutet lediglich, dass die Fahrer nicht speziell nach Trick bewertet wurden, sondern die gesamte Palette an Tricks mit in die Bewertung einfloss. So profitierten Fahrer, die ihre Runs auf allen drei Obstacles ausführten gegenüber denjenigen, die sich nur auf ein Rail/Box oder Trick konzentrierten. Das Setp-Up bestand aus einer Down-Box und zwei Down-Rails. Die Fahrer hatten während einer Stunde Zeit so viele Trickst wie möglich zu zeigen. In einer Stunde wurden jeweils 20 Fahrer auf die Rails losgelassen und den Fahrern so gut drei Runs ermöglichte. Für das Semi-Finale Free konnten sich jeweils 19 Fahrer qualifizieren. Als Sieger des letzten Jahres erhielt Tom Kobel eine Wildcard, der somit die zwanzig Fahrer für das Semifinale komplettierte. Mit Flutlicht und einem grösseren Publikum, starteten die zwanzig Fahrer denn auch um den Kampf um das heiss ersehnte Finale vom Samstag Abend. Anders als am Nachmittag wurde der Finaleinzug mittels K.O-System evaluiert. Dieses Ranking ist zwar für die Zuschauer attraktiver, jedoch für die Fahrer schwieriger. So steht man als der "vorgebende" Fahrer etwas im Nachteil, da der zweite Fahrer von einem Bail des Konkurrenten profitieren und seinen Run auf "sicher" fahren kann. Dies kam nicht allen Fahrern zu gute und so schied auch Vorjahressieger Kobel schon im Semi-Finale aus. Auch andere namhafte Schweizer hatten mit dem nicht ganz einfachen Set-Up zu kämpfen und schafften den Cut für das Finale nicht. Am Endes des Abends durften sich 10 Fahrer auf einen nächsten Einsatz am folgenden Abend freuen und wer für das Wochenende sein Arbeitspensum erfüllt hatte, genoss an der abendlichen Party und der Aestivation Premiere noch einige Bier. Am Samstagmittag war es an den Rookies zu zeigen was sie auf dem Kasten haben. Die Jüngsten standen den Grossen in nichts nach und spinnten 270ons und 270offs auf Boxen und Rails. Till Matti holte sich mit seinen spektakulären Runs ohne Sturz und einem 450on auf die Flatbox den verdienten Sieg. Jonas Hunziker wurde Zweiter mit 270ons27offs und einer guten Linienwahl. Iliano Frederick wurde sehr knapper Dritter mit lipslide270off und switch-up270off. Nina Michel bewies mit 270ons und 270offs auf den Rails, dass sie auch sehr gut mit den Männern mithalten kann und liess einige Podestanwärter hinter sich. Sie schaffte es knapp nicht unter die ersten Drei und klassifizierte sich als Vierte. Mit Tricks die auch in einem Männerfinale zu guten Punkten gereicht hätten, wird Nina wohl noch eine grosse Karriere vor sich haben. Das Thuner Publikum war für den Finalabend zahlreich erschienen und freute sich auf eine geballte Ladung Action. Zwölf Fahrer standen sich in einem K.O-System gegenüber. Nach der ersten Runde wurde das Feld auf sechs Fahrer dezimiert, welches in der nachfolgenden Runde auf die drei Finalfahrer gekappt wurde. Diese standen sich dann im Super-Finale in einem True-Overall-Jam gegenüber. Mit um die goldene Medaille kämpften Lauren de Martin, welcher es den Judges in seiner Partie mit einem 450on270off gegen einen Fabian Kronig mit einem switch 270on bretzel270off nicht einfach machte; Janne van Eckevort, der in der ersten Finalrunde Lokalmatador Ashee Burri aus dem Rennen schmiss und Tobi Furrer, der bei David Ortlieb um den Finalplatz brachte. Ganz heiss war diese letzte Partie, da Tobi in seinem letzten Run den exakt gleichen Trick wie David zeigte und beide Runs perfekt ausgeführt waren. Die Entscheidung war wirklich 50/50. Im Final war dann die Entscheidung für die Judges etwas einfacher. Laurent de Martin zeigte fast keine Schwächen und stellte seinen 450 on 270 off, switch prezel 270off so sauber in die Landung, dass es nur wenige Diskussionen gab wer der Gewinner sein musste. Janne vermochte mit seinem 450off noch Nahe an den Sieg heran zu kommen, doch einige Unsicherheiten auf dem Rail brachten ihn auf Platz zwei. Tobi Furrer riskierte alles, konnte seine Tricks im Finale dann aber leider nicht stehen, bot aber für das Publikum eine gute Show. Die drei Tage pray4Snow gingen zwar nicht mit Schnee, dafür aber mit einer guten Party zu Ende. Einige Querulanten konnten noch die Polizei auf Platz berufen, doch der guten Stimmung tat dies keinen Schaden. Die Sideevents mit Sessions, Dakine, RideNow, Aestivation und Twin rundeten das ohnehin schon gute Programm ab. Und für alle die an diesem Wochenende nicht mit dabei waren: Pray4Snow! Resultate Final: 1. Laurent de Martin 2. Janne van Eckevort 3. Tobias Furrer Resultate Rookies: 1. Matti Till 2. Hunziker Jonas 3. Iliano Frederick 4. Michel Nina 5. Caderas Flavio 6. Blum Lucien 7. Mühlebach Florian 8. Müller Yves 9. Guntern Zeno 10. Lundström Finn » 3 Kommentare |






































