Whitestyle Open - Eventreview

dani schrieb am 01.03.2010 um 00:00 Uhr:


LerjeLerjen
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Siegerinterview
Siegerinterview
Young Gun going Big, Till Matti
Young Gun going Big, Till Matti

Wir rätseln noch immer über den Namen des Events: Whitestyle.

"Weiss" ist eine schöne Farbe. Schnee ist weiss, Zucker ist weiss, Shaun White ist weiss(/rot) und die Concorde war auch weiss.

Angesichts dieser Tatsachen finden wir dass der Name ganz gut gewählt wurde. Die Organisatoren haben in diesem Jahr einen massiven Kicker mit viel Schnee hingestellt. Die Action, welche die Fahrer boten, erinnerte an die Flüge der Concorde und das Niveau war fast auf einem Shaun White-mässigen Level. An der Afterparty gab es zuckersüsse Drinks und Hüftschwung-Einlagen. Also der Name passt.

Aber jetzt mal von vorne.

Nach dem etwas rumpligen Debüt im letzten Jahr, hatten die Organisatoren einen grossen Schritt gemacht und in diesem Jahr einige Neuerungen durchgeführt. Für den Kicker wurde eigens Simu Abt "eingeflogen", der aus dem grossen Haufen Schnee (der jedoch auch in Mürren nicht mehr überflüssig herumliegt) einen echt tollen Sprung shapete. Die Anfahrtsgeschwindigkeit musste etwas länger getestet werden als sonst, da die Landung vielleicht etwas kurz war, aber nach einigen Anläufen (und Stürzen) hatten die meisten das Tempo ganz gut im Griff.

Das Datum war etwas unglücklich gewählt, denn an diesem Wochenende fanden nicht weniger als acht verschiedene Contests statt.
Trotzdem hatten sich etwa 30 Fahrer für die Qualifikation angemeldet, darunter auch die Crème de la Crème des Schweizer Freeski Zirkus. Unter den Augen des österreichischen Profi Judging-Teams mit Schweizer Verstärkung (Ja, die sind extra von Innsbruck angereist und haben unseres Erachtens einen super Job gemacht) kämpften die Fahrer um einen der zwölf stark begehrten Plätze fürs Nachtfinale.
Aschee Burri ging als Sieger der Qualifikation hervor und lugte schon mit einem Auge auf das saftige Preisgeld.

Nach einer guten Stunden, die man mit feinem Glühwein, Wurst oder Bier überbrücken konnte, war das grosse Highlight in Mürren angesagt: Der Nachtfinal. Bei Flutlicht und doch recht milden Temperaturen starteten die zwölf Fahrer unter den Augen der zahlreichen Zuschauer zur Kür; oder besser gesagt zum Kampfe. Jeder hatte drei Läufe, wobei die besseren zwei gewertet wurden.

Schnell war klar, dass es für die Judges keine leichter Abend werden würde. Auch die eher unbekannteren Fahrer wie Daniel Zobrist oder Christoph Märten zeigten schon in ihren ersten Runs Flat 5s oder Mute 9s. Jonas Hunziker setzte mit einem perfekten switch 9 nose-mute und einem flat 5 die erste grosse Marke an diesem Abend. Janne stylte seinen switch 9 mute und swicht 7 octo grab, wie es nur ein Janne kann und Aschee verzückte die Fans mit einem cork 9 true tail und einem perfekten flat 5. Auch die anderen Fahrer wie Yannick Lerjen, Roman "Läubli" Laubacher, Fabian Kronig, Till Matti, Nicolas Gfeller, oder Joel Hübschi liessen sich nicht Lumpen und zeigten, dass der Schweizer Freeski Sport grosse Schritte macht. True tails, Double Grabs und die hohen Double Backflips (to bail - leider) von Gino Zahnd entlockten dem Publikum "oooohhs", "aaahhhs" und "auas". Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Jule Seifert, die als einzige Frau schöne 3er und 180ies zeigte und sich zurecht den Applaus des Publikums verdiente.

Nach etwas mehr als 90 Minuten waren die 36 Runs der Freeskier durch. Wie schon in der Qualifikation schwang Aschee Burri oben auf und sicherte sich den höchsten Platz auf dem Treppchen. Knapp dahinter platzierte sich Jonas Hunziker, der den zweiten Rang anscheinend gepachtet hat. Dritter wurde Janne, der noch etwas mehr Airtime gebraucht hätte um seinen ganzen Stlye auspacken zu können.

Nach getaner Arbeit ging es für einige weiter an die Party für die anderen nach Hause. Fabian und Yannick versuchten noch in 45min von Mürren nach Kandersteg zu fahren um den letzten Zug zu erwischen. Dies setzt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 105km/h voraus. Ob sie es geschafft haben ist uns leider unbekannt. Auch ob Till noch einen geheimen Eingang zur Party gefunden hat, wissen wir nicht.

Fazit vom diesjährigen Whitestyle: Nach den Kinderkrankheiten vom letzten Jahr, haben die Organisatoren einen sehr guten Job gemacht diese auszumerzen. Das attraktive Rahmenprogramm mit Skitest und Freeride Session und ein hochkarätig Fahrerfeld sollte Anlass genug sein den Event im nächsten Winter dick im Eventkalender anzustreichen.


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