Freemountain Betriebsausflug nach Kanada

Matthias Indermühle schrieb am 14.09.2009 um 00:00 Uhr:


Grönland von oben
Grönland von oben
Skeena, we have lift-of
Skeena, we have lift-of
Thomas Kobel nutzt den Rocker voll aus
Thomas Kobel nutzt den Rocker voll aus
Stillgegstanden!
Stillgegstanden!
Säschu fliegt nicht nur mit dem Helikopter
Säschu fliegt nicht nur mit dem Helikopter
Fast kein gepäck
Fast kein gepäck
Rüfe der Telemarker
Rüfe der Telemarker

Wer kennt sie nicht, die Bilder des Helikopters über verschneiten Gebirgszügen. In jedem grossen Freeskiemovie kommen unzählige solche Szenen mit den anschliessend dazugehörenden Powderruns vor. Mal ganz ehrlich, wer von euch hat nicht auch schon davon geträumt solche unberührten Schneefelder durchzupflügen? Fünfzehn Schweizern ging es auf jeden Fall so und für sie erfüllte sich dieser Traum letzten Frühling dank der Organisation von » FreeMountain Besitzer und Freeride Legende Sascha Schmid. Ihnen wurde die Möglichkeit geboten zwei unvergessliche Wochen in Kanada, genauer im Skeena Heliskiing Resort sowie der Bear Claw Lodge zu verbringen.

Der erste Tag war geprägt vom langen Flug nach Vancouver. Nicht verachten durfte man auch den Weiterflug in einer Propellermaschine nach Smithers nicht. Kleinere und grössere Zwischenfälle sind ja an der Tagesordnung bei solchen Reisen, seien es beim Check-In vergessene Pässe, stürmisches Wetter am Ankunftsort oder einfach nur beschädigte Gepäckstücke. Doch solche Kleinigkeiten sollten die bunte Truppe nicht davon abhalten in ihr Hotel zu ziehen und sich auf die Reise zur Lodge am nächsten Tag vorzubereiten. Nicht vergessen sollte man hier natürlich das (fast) Wichtigste der ganzen Reise für einige: Das Bestaunen der grossen Trucks, die in diesen Regionen allgegenwärtig sind.

Nach einem ausgelassenen Frühstück stand auch schon der Van vor der Tür, welcher die Mannschaft ins Hinterland von Smithers bringen sollte. Was für die Kanadier nur ein kurzer Trip ist, stellte sich als 2 Stunden Autofahrt heraus. Es gibt Bequemeres, als so lange in einem Minivan für 14 Personen zu sechzehnt eingepfercht zu sein. Aber wie die meisten später realisierten, ist das noch kein Vergleich zum Platzangebot in einem Hubschrauber. Mit genau diesem wurden am Nachmittag alle vertraut gemacht. Es galt darauf zu achten nicht in den laufenden Rotor zu kommen, da das unschöne Konsequenzen für die Flugmaschine, aber auch für den eigenen Kopf mit sich bringen würde.

Noch selten wurde eine Gruppe so aufgeregt gesehen wie unsere Jungs am nächsten Morgen. Denn endlich hiess es rein in den Hubschrauber und den Schnee geniessen. Die Leute wurden auf 3 Gruppen aufgeteilt. Jeder Gruppe wurde ein Guide zugeteilt und schon konnte es losgehen. Die ersten zwei Gruppen flogen dahin und zu guter Letzt war die Film und Fotogruppe an der Reihe welche aus Thomas Kobel, Sascha Schmid, Rüfe (Telemark) sowie dem Filmer Mäsä und dem Fotograf Maetthu bestand. Ihr Ziel war es im Gegensatz zu den andern nicht nur einen unvergesslichen Trip zu haben sondern auch einige gute Aufnahmen für den diesjährigen Greenhornfilms Streifen "Secret Spots" heim zu bringen. Für die meisten war es der erste Helikopterflug in ihrem Leben, umso mehr gespannt waren sie darauf. Doch kaum im Helikopter legte sich die Nervosität aufgrund des Fliegens auch schon und wich der Freude über das Gebiet sowie die anstehenden Abfahrten.

Die Vorfreude gipfelte ins Unermessliche, als alle auf dem ersten Peak standen. Obwohl jeder der Gruppe ein erfahrener Freerider war, bestand die erste Abfahrt vor allem aus einem Herantasten an die unbekannten Bedingungen. Doch schon beim zweiten Run liess sich erahnen was für spektakuläre Lines und harte Tricks die Rider im Verlaufe der Woche zeigen würden. Allen voran zeigte Thomas Kobel sein Talent, sich stylisch auch über die kleinste Bodenwellen zu schmeissen. So waren alle zufrieden. Alle? nein ein unbeugsames gallisches... Ah nein, das ist etwas anderes. Aber ganz zufrieden waren leider wirklich nicht alle. Dem Filmer, sowie dem Fotografen sah man an, dass sie mit der Lichtsituation nicht so glücklich waren. Denn was nützen Top Fahrer und ein hammer Gebiet, wenn man aufgrund des flachen Lichts nur Grau in Grau sieht. So wurde die Action immer mehr in den Wald verlegt, was aber trotz etwas Kontrast leider nicht die erhoffte Verbesserung brachte. Nach einigen Abfahrten wurde beschlossen, Höhenmeter zu sparen, etwas früher als geplant in die Lodge zurückzukehren und auf besseres Wetter am nächsten Tag zu hoffen.

Wie es weiter geht, erfahrt ihr im zweiten Teil der Skeenastory.


Links:
» free-mountain.ch
» skeena heliskiing
» greenhornfilms

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